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Aus der Stadt vor die Tore

Die Koblenzer Brauerei an der Königsbach ist eine Brauerei in Stolzenfels, direkt vor den Toren der Stadt gelegen. Bierbrauen in Koblenz hat dabei schon eine lange Tradition. Angefangen hat es in Koblenz im Jahr 1689 mit dem Brauen von Bier im „Alten Brauhaus“ in der Koblenzer Altstadt. Grundlage war das Bierprivileg des Kurfürsten Lothar von Metternich von 1608, in dem der Stadt Koblenz das Recht zur eigenen Herstellung von Bier gegeben wurde. Nach der französischen Besetzung von Koblenz übernahm 1814 Johann Stahl das Brauhaus. Das „Alte Brauhaus“ wurde dann 1884 von Josef Thillmann gekauft. Dieser gründete 1885 die „Bierbrauerei Josef Thillmann“ und verlegte wegweisend den Produktionsort von der Koblenzer Altstadt an den heutigen Standort an den Königsbach im Süden von Koblenz, direkt am Rhein gelegen.

Im Jahre 1900 firmierte das damalige Unternehmen zur „Königsbacher Brauerei AG“ um, zudem wurden im Zuge der Expansion 1938 die Geschäftsanteile der nahe gelegenen „J. Bubser Brauerei zur Nette“ erworben. Letztere hatte wiederum zwischen 1914 und 1923 die Braurechte verschiedener kleinerer Brauereien übernommen, so zum Beispiel „Leifert“ in Andernach, „Volz“ in Dierdorf, „Masson“ in Hillesheim und der Brauerei der Brüdergemeinde in Neuwied, die in die Brauerei zur Nette eingegliedert wurden.

Modernisierungen ab 1970

Eindrückliches und schon von weitem erkennbares Wahrzeichen der Brauerei ist das Tankhochhaus, das im Jahr 1970 erbaut wurde und mit rund 72 Metern Höhe zu den größten in Europa zählt. Der Brauerei-Ausschank und der Biergarten wurden zu einem beliebten Ausflugsziel für die Koblenzer Bürger und die Region. Im Zuge der erfolgreichen Absatzausweitung, der Braustandort gehörte zu den größten in Deutschland, erfolgte Mitte der 70er Jahre beispielsweise die Inbetriebnahme einer voll automatisierten Füllanlage für Edelstahl-Fässer, die erste Anlage ihrer Art in Deutschland.

Seit 1992 gehörte die Königsbacher Brauerei dann zum Unternehmensverbund der Karlsberg Brauerei an. Zu Beginn des Jahres 2010 wurden von der Karlsberg Brauerei dann die nationalen Vertriebs- und Markenrechte der Biermarken „Königsbacher“ und „Nette Edel-Pils“ an die Bitburger Holding dauerhaft verkauft. Die Produktion selbst verblieb als „Lohnbrau und Lohnabfüllung“ bei der Braustätte in Koblenz, die weiterhin zu Karlsberg gehörte.

Neuanfang 2012

Im Rahmen der stärkeren Rückbesinnung der saarländischen Karlsberg Brauerei auf ihren Heimatmarkt wurde die Braustätte zum Jahr 2012 an lokale Unternehmer verkauft. Dadurch erfolgte eine völlige Neugründung und ein neues Kapitel wurde für den Standort aufgeschlagen. Die Produktionsstätte kam zurück in lokale Hände und ein rein mittelständisches, privat geführtes Unternehmen entstand.

Die über 60 Arbeitsplätze und der bekannte Braustandort in Koblenz blieben erhalten. Die Einbindung in das lokale und regionale Geschehen, Flexibilität, die bekannt hohe Produktqualität und soziale Verantwortung sind seither die Eckpfeiler in der Unternehmensführung.

Ziel ist es - neben der Bewahrung der Brautradition für den Koblenzer Raum - die Braustätte stark in den Mittelpunkt der Menschen in Koblenz und Region zu rücken. Die starke Einbindung des Unternehmens in das kulturelle und vereinsbezogene Leben weißt den Weg.

Am Markt hat die Marke „Koblenzer“ Erfolg. Mit diesem Bier nach Pilsener Brauart und als Weizenbier (beides auch als alkoholfreie Varianten erhältlich) verbindet man eine über 300 Jahre alte Brautradition, ein qualitativ hochwertiges Premiumbier und einen frischen, modernen Markenauftritt.

Das Produktsortiment wird stätig weiter entwickelt und seit dem Eintritt der Geschäftsführung mit Jörn Metzler und dem Braumeister Thomas Beer, der Bogen geschlagen zwischen innovativen Produkten und traditionsreicher Braukunst.

Das Firmengeländer der Brauerei auf einen Blick

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